FABFinance-Newsletter
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Während Frauen in Deutschland heute in fast allen Branchen Spitzenpositionen besetzen, bleibt ihr Einfluss auf ihr eigenes Vermögen erstaunlich gering. Viele von ihnen führen Teams, tragen Verantwortung für Millionenbudgets – aber beim eigenen Geld überlassen sie Entscheidungen immer noch zu oft dem Zufall oder den Ratschlägen anderer. Das liegt nicht nur an Bescheidenheit oder Desinteresse, sondern auch an Strukturen, die Frauen beim Thema Finanzen noch immer benachteiligen.
Finanzielle Selbstbestimmung braucht Wissen, Selbstvertrauen und eine Ansprache, die wirklich ankommt. Denn Frauen ticken beim Thema Geld oft anders: Sie denken langfristiger, ganzheitlicher, werteorientierter. Und genau deshalb brauchen sie beim Thema Finanzen Partner, die zuhören, verstehen und begleiten – und nicht nur verkaufen.
Mit „FABFinance – Finanzielle Aufklärung und Beratung für Frauen“ hat die BIB FAIR BANKING in den vergangenen Monaten ein Angebot aufgebaut, das genau diese Anforderungen erfüllen soll. Warum? Weil wir mit unserem FAIR BANKING schon die perfekte Basis dafür geschaffen haben. Unsere Beratung orientiert sich seit jeher ausschließlich an den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden, wir betrachten immer den Menschen, nicht den Geschäftsvorgang. Gleichzeitig leiten wir aus unserem FAIR BANKING-Prinzip auch den gezielten Auftrag ab, die Ungleichheit in der Vermögensbildung von Frauen und Männern zu lindern.
Unser FABFinance Newsletter ist nur ein Weg, um Frauen für das Thema finanzielle Bildung zu begeistern und ein sogenanntes Upskilling zu bieten. In den kommenden Wochen und Monaten werden wir ein gezieltes Beratungsangebot sowie persönliche und digitale Veranstaltungen anbieten, über das wir hier regelmäßig informieren werden.
Wir freuen uns darauf, mit Ihnen über Geld zu sprechen!
Ihr BIB FABFinance-Team
Die Lücke zwischen männlicher und weiblicher Vermögensbildung ist groß – und sie hat multiple Ursachen. Da wäre zunächst der Gender Pay Gap, der aktuell bei 16 Prozent liegt. Weniger Einkommen heißt, dass weniger Geld angelegt werden kann (laut einer Umfrage des Deutschen Bankenverbands aus 2024 durchschnittlich 400 Euro monatlich weniger). Das geringere Volumen wird dann auch noch renditeärmer angelegt. Zum einen, weil Frauen laut eigener Einschätzung über weniger Finanzwissen verfügen und sich ungern mit dem Thema beschäftigen. Zum anderen trauen sie sich auch seltener zu, komplexe Anlageentscheidungen selbst zu treffen[1]. Dieses geringere Selbstvertrauen wirkt wie eine unsichtbare Bremse: Es hält viele Frauen davon ab, überhaupt zu investieren oder Risiken einzugehen, die langfristig Rendite bringen.
Doch das Problem liegt tiefer. Eine Untersuchung des Forschungsinstituts SAFE zeigt, dass Frauen in Beratungsgesprächen häufiger teurere, weniger flexible Produkte empfohlen bekommen[2]. Die Gründe sind vielfältig: Beraterinnen und Berater unterstellen Frauen oft eine höhere Risikoscheu, eine geringere Affinität zu Finanzthemen – und bedienen diese Stereotype mit Produkten, die zwar sicher, aber renditeschwach sind. Hinzu kommt, dass Frauen häufiger solche Produkte empfohlen werden, die mit einer höheren Provision für den Beratenden verbunden sind.
Das Ergebnis ist ein kumulativer Nachteil: Weniger Erwerbseinkommen, weniger investiertes Kapital und geringere Erträge sorgen dafür, dass Frauen bei Renteneintritt über gut ein Viertel weniger Vermögen verfügen als Männer (vgl. Global Wealth Report 2022).
Finanzielle Gleichstellung bedeutet also weit mehr als „Equal Pay“. Sie bedeutet: gleichen Zugang zu Finanzwissen, fairer Beratung, und das Bewusstsein, dass Geld kein Tabuthema ist, sondern ein Werkzeug für Freiheit.
Wer sich bisher noch nicht so intensiv mit den eigenen Finanzen auseinandergesetzt hat, sollte sich zunächst mit der Vermögensstruktur beschäftigen. Dabei gilt es zu bedenken, dass eine gesunde Vermögensaufstellung kein starres Konstrukt ist, sondern ein lebendiger Organismus – ein Gleichgewicht aus Sicherheit, Rendite und Flexibilität. Und ein Abbild der jeweiligen Lebenssituation.
Für Einsteigerinnen ist es auf jeden Fall ratsam, die Basis für eine Vermögensstrukturierung in einem persönlichen Beratungsgespräch bei einer Bank zu legen. Gemeinsam mit einer Beraterin oder einem Berater wird im ersten Schritt zunächst für Klarheit gesorgt: Wofür will ich mein Geld einsetzen und wieviel Sicherheit ist mir wichtig? Die Zielsetzung – sei es finanzielle Unabhängigkeit, Altersvorsorge, Bildung der Kinder oder ein selbst bestimmter Ruhestand – entscheidet darüber, wie das vorhandene Geld sinnvoll eingesetzt werden kann.
Das Ergebnis wird ein Mix aus den notwendigen Versicherungen in Kombination mit klassischen Spar- und Anlageprodukten sein und ist sehr individuell. Aber trotz aller individueller Besonderheiten gibt es drei Fallen, in die sehr viele Frauen tappen:
Verweilen im sicheren Hafen: Viele erfolgreiche Frauen haben einen großen Teil ihres Vermögens auf Sparkonten oder in sicheren Anlagen. Die Folge: Verluste durch Inflation, verpasste Renditen.
Keine Planung bei Lebensphasenwechseln: Wenn z. B. Mutterschaft, Pflege von Angehörigen oder Firmenverantwortung hinzukommen – das Portfolio bleibt oft unverändert.
Kostenblindheit: Hohe Ausgabeaufschläge, Managementgebühren, Performance-Gebühren etc. – die Rendite leidet.
Neben Rendite- und Kostenfragen stellt sich auch die Frage, was Frau mit ihrem Geld bewirken will. Konkret sollte in einem Beratungsgespräch darum auch immer die sogenannte Nachhaltigkeitspräferenz abgefragt werden. Wer zum Beispiel verhindern will, dass das eigene Geld in umweltzerstörende Wirtschaftstätigkeiten fließt, kann dies ausschließen. Dabei muss langfristig nicht zwangsläufig auf Rendite verzichtet werden. Nachhaltige Geldanlagen gelten als weniger anfällig für Erschütterungen am Kapitalmarkt. Die Deutsche Bundesbank bestätigt, dass ESG-Kriterien – also Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung – zunehmend zu Stabilitätsfaktoren am Kapitalmarkt werden[3].
Viele Frauen berichten, dass sie sich in Beratungsgesprächen bei ihrer Bank nicht ernst genommen fühlen. Da wird gefachsimpelt statt erklärt. Da wird verkauft statt verstanden. Da wird Mansplaining betrieben statt bedarfsorientiert beraten. Aber es gibt Unterschiede: Gute Banken erkennt man daran, dass sie Fragen stellen – und Antworten geben, die nicht von Provisionsinteressen getrieben sind.
Für Frauen ist Vertrauen zentral. Sie wollen verstehen, nicht nur zustimmen. Eine Bank, die das ernst nimmt, spricht nicht in Produktnamen, sondern in Lebenszielen. Sie weiß, dass finanzielle Entscheidungen nicht im luftleeren Raum entstehen, sondern inmitten von Karriere, Familie, Partnerschaft und Verantwortung.
Auch Transparenz ist ein Schlüssel: Versteht man die Kostenstruktur? Weiß man, woran die Bank verdient? Und ist sie bereit, offen über Risiken zu sprechen, statt sie zu beschönigen? Wer als Frau finanzielle Souveränität will, sollte sich nicht mit Standardlösungen zufriedengeben. Eine gute Bank begleitet, statt zu belehren – und sie bleibt treu, auch wenn sich Lebenssituationen ändern.
Der Name ist Programm: Bei der BIB FAIR BANKING stehen das Wohl der Kundin und das der Gemeinschaft im Vordergrund. Aus dieser Motivation heraus hat die BIB mit „FABFinance – Finanzielle Aufklärung und Beratung für Frauen“ ihr eigenes Female-Finance-Programm aufgelegt. Der Clou: Alle Beraterinnen und Berater werden speziell auf die Finanzberatung von Frauen vorbereitet. So soll eine faire Beratung in allen Lebenslagen sichergestellt sein.
Hinzu kommt, dass die Beraterinnen und Berater bei der BIB nicht persönlich davon profitieren, bestimmte Produkte an die Frau zu bringen. Im Unterschied zu anderen Banken beinhalten die Gehälter der BIB-BeraterInnen keine variable Komponente. So wird sichergestellt, dass die Beratungsziele und -ergebnisse ausschließlich an den Kundenbedürfnissen orientiert sind.
Als Bank mit christlichen Wurzeln unterscheidet sich die BIB aber auch noch auf einer anderen Ebene: Der Anspruch der Bank und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es, dass Geld möglichst viel Gutes bewirkt – für Umwelt, Gesellschaft und Menschen. Darum gibt die BIB strenge Anlagerichtlinien für die Eigenanlagen vor und setzt sich dafür ein, dass Nachhaltigkeitskriterien nicht verwässert werden. Diese Haltung geht dabei nicht zulasten der Rendite – die BIB beweist, dass sich ethisch-nachhaltiges Verhalten und ökonomischer Erfolg nicht ausschließen müssen.
Diese Geschäftspraxis spricht schon heute viele Frauen an: Mehr als die Hälfte der Kundschaft ist weiblich – und sie fühlt sich schon heute bestens bei der BIB aufgehoben. Mit einer weiteren Fokussierung auf die finanzielle Beratung und Bildung von Frauen, geht die BIB den eingeschlagenen FAIR BANKING-Weg konsequent weiter.
[1] Financial Education and Confidence: The Gender Gap in the Financial Market, ZEW Mannheim (2024).
[2] Gender Differences in Financial Advice, Bucher-Koenen, Hackethal, Koenen, Laudenbach (SAFE Working Paper Series, 2021).
[3] Deutsche Bundesbank (2022): Nachhaltige Geldanlagen – Chancen und Herausforderungen, Monatsbericht Juli 2022.