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Mit der BIB FAIR BANKING STIFTUNG engagieren wir uns jeden Monat für Projekte, die wirklich etwas bewegen. 

187.150 Euro – so viel kam in diesem Jahr bisher dem guten Zweck aus unserer BIB FAIR BANKING STIFTUNG zugute.

Kinder bereiten gemeinsam mit BetreuerInnen eine Mahlzeit vor

Gesunde Ernährung? Kinderleicht mit „Kopfsprung!“


Ein Teil dieser Unterstützung floss in das Projekt Kopfsprung!, das die Gesundheitsförderung von Kindern in Gelsenkirchen stärkt und von dem Verband der deutschen Ersatzkassen e. V. (vdek) gefördert wird.[1]

„Kopfsprung!“ bietet kostenfreie Bewegungsangebote im, am und auf dem Wasser sowie Koch- und Ernährungsangebote. Ziel ist es, die psychische und körperliche Gesundheit von Kindern nachhaltig zu stärken.

Der Caritasverband Gelsenkirchen übernimmt dabei die Planung und Durchführung von Kinderkoch- und Bewegungskursen. Im Interview berichtet Projektmitarbeiterin Giana Alokla-Mielke über Herausforderungen, Ziele und persönliche Motivation.

[1] Träger des Projektes ist Gelsensport e.V.  Das Projekt wird gemeinsam von Gelsensport, dem Caritasverband Gelsenkirchen und dem sozialpastoralen Zentrum 7 Werke umgesetzt.Doch es geht um mehr als schöne Routen. Viele Kinder in Deutschland bewegen sich zu wenig. 80 % der Heranwachsenden unterschreiten die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation von mindestens 60 Minuten Bewegung täglich. Die Folgen: steigendes Übergewicht, Haltungsschäden, geringere Fitness – mit gesundheitlichen Risiken bis ins Erwachsenenalter.

Welche Herausforderungen erleben Kinder und Familien im Alltag, wenn es um gesunde Ernährung geht?
  • Fehlernährung ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Ein wesentlicher Grund ist die hohe Verfügbarkeit stark verarbeiteter, günstiger Lebensmittel mit minderwertigen Zutaten.

    Für eine gesunde und frische Mahlzeit braucht es Ernährungswissen, Kochkenntnisse, Zeit und Geld – Ressourcen, die für viele Familien in Gelsenkirchen nicht selbstverständlich sind. Besonders betroffen sind davon Familien der kinderreichen und dicht besiedelten Gelsenkirchener Neustadt, die von Arbeitslosigkeit und Armut geprägt ist.

    Hinzu kommt, dass viele Menschen die Qualität von Lebensmitteln falsch einschätzen. Oft wird angenommen, dass in Deutschland hergestellte Produkte automatisch gesund seien. Gerade bei Lebensmitteln, die sich optisch an Kinder richten, entsteht ein trügerisches Bild. Dabei enthalten beispielsweise viele Kindergetränke deutlich mehr Zucker als die von der WHO empfohlene Tageshöchstmenge. Genau hier setzt unsere Aufklärung an: Bereits 2022 wurden im Rahmen des Projekts „NeuSTARK“ Kochkurse umgesetzt. „Kopfsprung!“ führt diese Angebote fort – nun auch zusätzlich im Stadtteil Hassel.

Wie unterstützt das Projekt Kinder dabei, gesunde Ernährung wirklich zu erleben – über die Theorie hinaus?
  • Die kostenlosen Kochkurse bringen Kindern gesunde Ernährung ganz praktisch näher.

    Bis zu 15 junge TeilnehmerInnen kochen gemeinsam unter Anleitung von zwei pädagogisch geschulten ÜbungsleiterInnen. Eine Person übernimmt die Organisation und Auswahl des Gerichts, während die andere die Kinder bei der Zubereitung unterstützt und praktische Tipps gibt.

    Die Kinder arbeiten in sich abwechselnden kleinen Teams: Sie schneiden, schälen, rühren, pürieren und würzen selbstständig. Parallel dazu erhalten die Kinder, die gerade nicht am Herd stehen, spielerisch Wissen über Ernährung.

    Kurz vor dem gemeinsamen Essen, decken die Kinder den Tisch und nachdem alle satt sind, wird gemeinsam aufgeräumt.

    Wichtig für unsere Arbeit ist außerdem das Feedback der Kinder, das digital erfasst und von der Ruhr-Universität Bochum ausgewertet wird, um das Angebot weiter zu verbessern.

Welche Rolle spielen Eltern bei gesunder Ernährung – und wie erreichen Sie sie?
  • Eltern spielen eine zentrale Rolle, weil sie Vorbilder sind – auch beim Essverhalten.

    Es ist wichtig, sie frühzeitig einzubeziehen, etwa beim Einkauf und bei der Zubereitung von Lebensmitteln. Ebenso sollten Kinder die Möglichkeit erhalten, ihnen unbekannte Lebensmittel zu probieren. Solche neuen Erfahrungen fehlen oft im Alltag, sind aber entscheidend für eine ausgewogene Ernährung.

    Gleichzeitig sollte Essen – und insbesondere Süßigkeiten – nicht als Belohnung oder Trost eingesetzt werden. Solche Gewohnheiten können langfristig ein ungesundes Verhältnis zu Nahrung fördern.

    Die Kochkurse setzen daher bewusst bei den Kindern an, die so ihr neugewonnenes Wissen in die Familien tragen und dort als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren wirken.

Was verändert sich bei den Kindern durch das Projekt?
  • Die Kinder entwickeln ein Bewusstsein dafür, wie wichtig gesunde Ernährung ist und welchen Einfluss sie auf ihr körperliches und geistiges Wohlbefinden hat.

    Darüber hinaus übernehmen sie Verantwortung – etwa beim Schneiden von Gemüse mit einem scharfen Messer oder beim Arbeiten am heißen Herd. Die Erfolgserlebnisse stärken ihr Selbstbewusstsein und fördern wichtige Alltagskompetenzen.

Was motiviert Sie persönlich, an diesem Projekt mitzuwirken?
  • Eine meiner wichtigsten Motivationen ist, dass ich selbst Mutter bin. In Kitas oder beim Kindertreff erlebe ich häufig, dass Kindern viele ungesunde Speisen wie Kuchen, Süßigkeiten oder Chips angeboten werden – weil dafür beinah täglich ein „besonderer Anlass“ geschaffen wird. Diese Entwicklung empfinde ich persönlich als sehr bedenklich. Deshalb stellen wir bei kleineren Feiern, etwa zu Karneval, Obst- und Gemüsebuffets bereit, die optisch ansprechend gestaltet sind. Die Erfahrung zeigt, dass die Kinder diese Angebote gerne annehmen. Unser Wunsch ist es daher, dass auch Kitas und andere Einrichtungen den Fokus stärker darauf legen und mutiger neue Snacks sowie Mahlzeiten ausprobieren. Denn es mangelt nicht an Süßigkeiten, sondern vielmehr an nährstoffreichen Lebensmitteln.

    Ähnlich frustrierend ist für mich der Blick auf Speisekarten in Schwimmbädern oder Indoor-Spielplätzen: Dort dominieren Fastfood und kohlenhydratreiche Gerichte, häufig kombiniert mit stark zuckerhaltigen Getränken. Gesunde Ernährung und Gemüse spielen dabei kaum eine Rolle. Man könnte fast den Eindruck bekommen, dass Kinder davor „geschützt“ werden sollen.

    Genau hier setzt meine Motivation an: Dem entgegenzuwirken und Kindern durch „Kopfsprung!“ die Möglichkeit zu geben, gesunde Ernährung für sich selbst zu entdecken. Wir 


Foto der 1000 Herzen Wander-Challenge

Jeder Schritt zählt

Am 22. März geht die Wander-Challenge in Mülheim in ihre fünfte Runde – und 2026 entdecken die TeilnehmerInnen zusätzlich schöne Ecken von Essen. Ob allein oder im Team, EinsteigerInnen oder erfahrene WanderInnen: Alle können mitmachen. Zur Auswahl stehen 8 km, 16 km oder – ganz neu – 30 km. Die längste Strecke führt unter anderem über Teile des Kettwiger Panoramasteig und belohnt mit beeindruckenden Ausblicken.

Doch es geht um mehr als schöne Routen. Viele Kinder in Deutschland bewegen sich zu wenig. 80 % der Heranwachsenden unterschreiten die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation von mindestens 60 Minuten Bewegung täglich. Die Folgen: steigendes Übergewicht, Haltungsschäden, geringere Fitness – mit gesundheitlichen Risiken bis ins Erwachsenenalter.

Seit 2009 setzt sich die Initiative 1000 Herzen der Contilia dafür ein, Kinder und Jugendliche im Ruhrgebiet wieder stärker in Bewegung zu bringen. Sie unterstützt Projekte, Vereine und Initiativen, gestaltet Grünflächen bewegungsfreundlicher und schafft Räume, in denen Kinder ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben können. Denn Bewegung fördert nicht nur die körperliche, sondern auch die psychische und soziale Gesundheit und stärkt kognitive Fähigkeiten sowie die Lebensqualität.

Als sozial-nachhaltige Bank mit einem Schwerpunkt auf dem Gesundheitswesen unterstützen wir dieses Engagement aus voller Überzeugung.

Save the Date: Am 1. Mai werden die Wanderschuhe gegen Laufschuhe getauscht – beim 12. Essener Herz-Kreislauf auf der Zeche Zollverein. Unsere BIB-LäuferInnen sind am Start, und wir freuen uns auf viele Begegnungen an unserem Stand.

Gemeinsam zeigen wir: Jeder Schritt zählt.

© Carsten Mathiaszyk & Team Köhring


Im Januar konnten wir gemeinsam 30.100 Euro an soziale Initiativen spenden – für Menschen, die Unterstützung brauchen, wo Hilfe oft nicht selbstverständlich ist.

Spendenscheckübergabe bei der [U25] Online-Suizidprävention Gelsenkirchen

Zuhören kann Leben retten

Ein Herzensprojekt, das wir auch in diesem Jahr wieder fördern, ist [U25] Online-Suizidprävention Gelsenkirchen. Und das aus gutem Grund: In Deutschland ist Suizid bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 10 bis 25 Jahren die häufigste Todesursache.

Bei [U25] finden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre in Krisensituationen jemanden, der ihnen zuhört – anonym und digital per E-Mail. „Eine Besonderheit ist hier der Peer-to-Peer-Ansatz“, erklärt Selin Yazicioglu, Hauptamtliche bei [U25]. Das bedeutet, dass die ehrenamtlich tätigen PeerberaterInnen selbst zwischen 16 und 25 Jahre alt sind und damit das gleiche Alter haben wie die Hilfesuchenden.

Dieser Ansatz ist ein zentraler Baustein der Arbeit: „Es ist besonders wichtig, dass man eine ähnliche Lebensrealität teilt. Das hilft, Hemmschwellen abzubauen. Jugendliche vertrauen sich anderen Jugendlichen schneller an, weil sie die Herausforderungen dieser Lebensphase besser nachvollziehen können. So entsteht leichter Verständnis – man spricht einfach die gleiche Sprache“, so Selin.

Insgesamt begleiten 28 junge Menschen die Betroffenen mit viel Empathie und Geduld. Entscheidend dabei ist, dass die Hilfesuchenden ein niedrigschwelliges Angebot vorfinden und sich in einer wertfreien Zone bewegen können. „Jede Person, die uns schreibt, kann sicher sein, dass wir die Nachricht ohne Bewertung annehmen. Oft schafft allein das schon eine große Entlastung, weil jemand da ist, der das Problem mit aushält.“

So funktioniert die Online-Begleitung

Wie läuft das konkret ab? Das Team sichtet die eingehenden anonymen Mails gemeinsam und entscheidet anschließend, wer den Kontakt übernimmt. Die Hilfesuchenden erhalten innerhalb von 48 Stunden eine erste Antwort und eine feste Ansprechperson für den weiteren, unbefristeten Austausch. Im Verlauf der Beratung beträgt der Antwortrhythmus in der Regel sieben Tage.

Da auch die PeerberaterInnen anonym schreiben, sinkt die Hemmschwelle zusätzlich, wodurch das Sich-Anvertrauen noch leichter fallen soll. So versendet [U25] nicht nur E-Mails, sondern schenkt auch neue Kraft zum Leben.

Wissen stärkt

Um diese verantwortungsvolle Arbeit gut leisten zu können, durchlaufen die Ehrenamtlichen vor Beginn ihrer Beratungstätigkeit eine fundierte Ausbildung, in der sie umfassend zu allen Themen rund um Suizidalität geschult werden. Darüber hinaus nehmen sowohl die Ehrenamtlichen als auch die zwei Hauptamtlichen regelmäßig an Fortbildungen teil. Dabei geht es z.B. um die männerfokussierte Beratung, denn rund 75% der Suizide werden von Männern begangen.
„Bei den Schulungen lernen wir immer sehr viel dazu. Sie helfen uns vor allem, das Thema zu enttabuisieren. Für mich ist es inzwischen selbstverständlich geworden, offen darüber zu sprechen“, berichtet Selin. Genau das wünscht sie sich auch von der Gesellschaft insgesamt.

Denn: Etwa alle 51 Minuten nimmt sich in Deutschland ein Mensch das Leben. „Wir müssen ein Bewusstsein für dieses Thema schaffen und Hilfsangebote bereitstellen, die es Betroffenen ermöglichen, sich anzuvertrauen.“ Besonders wichtig sei dabei auch die verantwortungsvolle Berichterstattung. So solle in Medien nicht über Suizidmethoden gesprochen werden, da diese für Menschen mit entsprechenden Gedanken eine gefährliche Anziehung haben und Nachahmung begünstigen können. Stattdessen müsse der Fokus darauf liegen, wie sich Suizide verhindern lassen und wo konkrete Hilfeangebote zu finden sind.

Gemeinsam mehr bewegen

Für uns als BIB spiegelt sich in der wertvollen Arbeit von [U25] genau das wider, was wir im Jubiläumsjahr in den Vordergrund stellen: die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung.

Daher danken wir dem gesamten [U25]-Team für den unermüdlichen Einsatz mit großem Herz.

Damit [U25] auch weiterhin für junge Menschen in Krisensituationen da sein kann, braucht das Projekt Unterstützung. Jede Spende hilft, Ehrenamtliche zu qualifizieren und jungen Menschen einen geschützten Raum zu bieten, in dem sie sich jemandem anvertrauen können.

Jetzt spenden:

Caritasverband Gelsenkirchen
IBAN: DE53420500010101167776
BIC: WELADED1GEK
Bitte unbedingt diesen Verwendungszweck angeben: [U25]