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Weltmissionssonntag 2026

25. Okt. 2026 - Sonntag der Weltmission

SEI MUTIG UND STARK (Jos 1,6)

In Madagaskar prägen Armut, Dürren und wiederkehrende Zyklone den Alltag vieler Menschen. Besonders in abgelegenen Regionen fehlen oft medizinische Versorgung, Bildung und wirtschaftliche Perspektiven. Gerade dort ist die Kirche für viele Menschen die wichtigste verlässliche Anlaufstelle. Ordensschwestern, Priester und kirchliche Gemeinden leisten Gesundheitsversorgung, fördern Bildung und stehen Familien in schwierigen Lebenssituationen zur Seite.

Die missio-Aktion zum Weltmissionssonntag erzählt von Menschen, die sich trotz großer Herausforderungen mutig für andere einsetzen. Unter dem Leitwort „Sei mutig und stark“ (Jos 1,6) stellt sie Projektpartnerinnen und Projektpartner vor, die Hoffnung schenken und Verantwortung übernehmen. Dazu gehören Schwester Béatrice, die im dürregeplagten Süden Madagaskars kranke und mangelernährte Menschen versorgt, Schwester Nirina, die selbst entlegene Dörfer erreicht, um medizinische Hilfe zu leisten, und Schwester Claudine, die mit ihrer Forschung an Heilpflanzen bezahlbare Medikamente entwickelt. Ihr Einsatz zeigt, wie Glaube, Solidarität und Tatkraft das Leben vieler Menschen nachhaltig verändern können.


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Plakat zum Weltmissionssonntag 2026
© 2026 missio Aachen
  • Tsihombe in der Diözese Tolagnaro
Reportage und Dokumentation der sozio-pastoralen Arbeit der Schwestern Filles de la Charité Saint Vincent de Paul im verarmten Süden des Landes, der von Hungerkrisen, Zyklonen und Wassernot geprägt ist. Neben Schule, Krankenstation und Heim für Behinderte leisten die Schwestern akute Nothilfe mit einer Essensausgabe für 600 Personen am Tag, darunter 297 neu angekommene Binnenflüchtlinge in schlechtem Zustand aus Androy, vor allem Frauen und Kinder, einige davon stark unterernährt. Leiterin Sr.Beatrice Rasonhamtaryirima (50) geht auch mit ihren Mitschwestern Nirvana(41) und Jovelyn(41) zu den Notunterkünften der Migranten am ausgetrockneten Fluss, die keinerlei Hilfe von den Behörden erhalten. Die Bilder sprechen für sich, so muss man wohl von einer Hungersnot sprechen!
    © missio/H. Schwarzbach

    Sr. Béatrice versorgt im Süden Madagaskars jeden Tag hunderte Menschen mit einer warmen Mahlzeit.

  • Sandrandahy in der Diözese Ambositra: Reportage über die Bon Pasteur Schwester Nirina Bernadette (52) und ihr ökologisches Engagement zum Schutz der Umwelt. Gemeinsam mit den Aspirantinnen der Ordensgemeinschaft organisiert sie Baumpflanzaktionen zur Wiederaufforstung. In der abgelegenen Region gibt es keinen Strom, so wird fast ausschließlich mit Feuerholz gekocht. Die Herstellung von Holzkohle durch Köhler ist trotz Verbot weit verbreitet. 90% der Waldfläche Madagaskars ist zerstört. Sr.Nirina ist ausgebildete Krankenschwester und betreibt auch die Krankenstation im Haus. Die Ordensgemeinschaft bietet benachbarten Familien Beschäftigung und Einkommen auf den landwirtschaftliche Flächen. Das Dorf heißt Amoron’i Mania, wo die Schwestern auch seelsorgerisch tätig sind. Die Landbevölkerung ist bitterarm, einen Arzt gibt es nicht.
    © missio/H. Schwarzbach

    Sr. Nirina ist für viele Menschen im Hochland Madagaskars die einzige Hoffnung auf medizinische Hilfe.

  • Forschungsfarm in der Diözese Moramanga:Sr Claudine Aimée Rasolohery (62) ist Professorin der Chemie und gehört dem französischem Orden Soeurs du Coeur Immaculé de Marie de Diégo-Suarez an. Sie leitet ein Forschungslabor in Fianarantsoa und eine Farm bei Moramanga, auf der eine Vielzahl von Pflanzen angebaut wird. Dort wachsen auch die einzigartigen Wildkräuter und Heilpflanzen, aus der die Medizin Cimopar hergestellt wird. Die Farm liegt an der Rue Nationale 2, eine wichtige Verbindungsstrasse mit regem Schwerlastverkehr, was leider den Nebeneffekt der Prostitution mit sich bringt. Junge Mädchen entlang der Strasse aus verarmten Dörfern werden zu Opfern und oft als Teenager schwanger oder krank. Das Problem ist durch die Vielzahl der Kinder ohne Vater unübersehbar, und auch hier leistet Sr Claudine sozialpastorale Arbeit mit den Familien. Einige Anwohner finden auch auf der Farm Arbeit und Beschäftigung.
    © missio/H. Schwarzbach

    Sr. Claudine erforscht Heilpflanzen und entwickelt bezahlbare Medikamente für Menschen, die sich teure Therapien nicht leisten können.

  • Migrantendorf Antseseha in der Diözese Morondava -Besuch von Binnenflüchtlingen mit Fr.Tino, der mit richtigem Namen Rabia Tunorossi Razuafimandimby heisst. Ökologisch sind die Migranten eine Belastung für die Region, denn sie roden Bäume zur Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen. Die Kirche macht hier Aufklärungsarbeit und leistet materielle Hilfe.  Die Familien sind vor Hunger und Dürre aus dem total verarmten Süden des Landes geflohen, wo es für die Menschen keine ausreichende Lebensgrundlage mehr gibt. Madagaskar zählt zu den ärmsten Ländern der Welt, die Hälfte der Bevölkerung kann sich nicht ausreichend mit Nahrung versorgen.
    © missio/H. Schwarzbach

    Das mühsame Sammeln von Feuerholz gehört für viele Kinder in Madagaskar zum Alltag.