Und plötzlich ist es da
Der Tastbefund war unauffällig, aber dann brachte ein Ultraschall doch einen Befund hervor – zum Glück sehr früh. Daher ist Linda sehr dankbar, dass ihre Frauenärztin sie auf die Möglichkeit der Brustultraschalluntersuchung als IGeL-Leistung hingewiesen hat.
„Ich glaube, dass viele Frauen gar nicht wissen, dass es die Möglichkeit eines zusätzlichen Brustultraschalls gibt“, vermutet sie. „Bei mir hat genau diese Untersuchung den entscheidenden Unterschied gemacht, weil der Tumor so früh erkannt werden konnte.“ 30 bis 80 Euro (je nach Praxis) Einsatz dafür, dass ein Tumor frühzeitig entdeckt werden kann – das ist für Linda eine Investition, über die man als Patientin zumindest informiert werden sollte.
Für sie war relativ schnell klar, dass es sich um Krebs handelt. Durch ein Lipödem wusste sie, wie sich ihr Gewebe normalerweise anfühlt. Und als die Ultraschallbilder eine andere Struktur zeigten, haben ihre Alarmglocken geschrillt.
„Die Zeit von der Stanzbiopsie in den Kliniken Essen Mitte (KEM) bis zur endgültigen Diagnose war dann unfassbar belastend“, beschreibt Linda die erste Übergangszeit. „Ich habe viel geweint und mit meiner Familie alle möglichen Szenarien durchgespielt. Aber wir sind nun mal auch eine Familie mit Humor, daher haben wir zum Beispiel eine Münze geworfen, wer mir später die Haare auf dem Kopf rasieren darf.“