Dass Fundeser all diese Krisen überstand, ist bemerkenswert und macht deutlich, wie wichtig zuverlässige Partner sind. Seit 2021 entwickelte sich das Institut durchaus positiv: Das Kreditportfolio wurde bereinigt, die Rentabilität kehrte zurück, und das machte Fundeser zunehmend attraktiv für neue Investoren. 2024 verkauften die internationalen Gesellschafter, darunter der BIB-Fonds, ihre Anteile an die Finanzgruppe um Banco Atlantida aus Honduras, die das erfolgreiche Mikrofinanzmodell künftig in weiteren Ländern der Region etablieren möchte. Die BIB selbst bleibt als Darlehensgeber involviert und unterstützt Fundeser weiterhin.
Heute steht das Institut mit einem Kreditbuch von 35 Mio. Euro und 275 MitarbeiterInnen solide da. In 14 der 17 nicaraguanischen Departments betreut es insgesamt 17.200 KundInnen, davon 52 % Frauen und 58 % auf dem Land. Neben klassischen Krediten bietet Fundeser auch Zahlungsdienstleistungen und Versicherungen an. Hinter diesen Zahlen stehen konkrete Geschichten: Kleinbauern, die endlich Saatgut kaufen konnten. Händler, die ihr Inventar erweitern konnten. Werkstätten, die in neue Maschinen investieren konnten. In 25 Jahren hat Fundeser Zehntausende MikrounternehmerInnen unterstützt und dabei gezeigt, wie wichtig verlässliche Finanzdienstleistungen gerade im ländlichen Nicaragua sind.