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Zwei Personen stehen vor einem Publikum und präsentieren in einem Veranstaltungsraum

Mitten rein statt nur dabei

Erfahrungen unserer ersten Auszubildenden

Wer glaubt, dass Azubis früher nur Kaffee gekocht haben, irrt gewaltig. 1988 startete Marga Lantermann als Erste bei uns ihren Weg zur Bankkauffrau und war sehr schnell voll gefordert. Ins Team einsteigen, bei sämtlichen Aufgaben mit anpacken, Verantwortung übernehmen – das war in allen Abteilungen die Devise. Kurz: Luft holen und direkt ins Bankleben eintauchen. So sah die Ausbildung aus, die eine vielgestaltige Karriere begründete.

Mappe, Test & Vorstellung mit Eltern
Die Bewerbung lief damals noch klassisch per Post. In die obligatorische Mappe gehörten ein handschriftlicher tabellarischer Lebenslauf mit Foto, Schulzeugnis, Praktikumsbestätigungen und ein handschriftliches Anschreiben. „Eigentlich wusste ich noch nicht so recht, was ich wollte, aber Zahlen, Menschen und Organisieren – das fand ich spannend“, so die heutige Personalmanagerin.

Nächster Schritt im Auswahlverfahren war ein dreiteiliger Test, dem sie sich zusammen mit 12 bis 14 weiteren KandidatInnen unterzog. Es folgte die Einladung zum Vorstellungsgespräch mit eher unüblicher Note: „Wir würden uns freuen, wenn wir zu diesem Gespräch auch Ihre Eltern begrüßen könnten.“ Und so waren diese es auch, die mit dem Ausbildungsleiter über „Gott und die Welt“ sprachen. Ihren eigenen Gesprächsanteil beschreibt Marga Lantermann so: „Ja gerne – schwarz.“ Die eigentliche Ausbildung hat sie dann aber selbst gemeistert.
 

Erst „Strafarbeit“ – dann echtes Teamwork
Der Einstieg ließ zunächst eher Zweifel an der Wahl desAusbildungsbetriebs aufkommen: Für Hunderte Kundengeschenke der vergangenen Jahre musste jeweils einschriftlicher Nachweis angefertigt werden – eine echte Geduldsprobe. Doch danach ging’s zum Glück rapide bergauf, mit echter Teamarbeit und gezielter Förderung. Sie durfte in der Vermögensberatung direkt mitarbeiten, KundInnen betreuen und nach einer Weile sogar Zeitarbeitskräfte anlernen. „Überall mitmachen und Verantwortung übernehmen – das war das Beste“, sagt sie rückblickend.

„Ich wusste immer, dass alle hinter mir stehen.“
Schon damals durchlief man bei der BIB alle Abteilungen – vom Rechnungswesen bis zur Innenrevision. Die Arbeitsabläufe waren weniger komplex, Fehler leichter zu beheben, die Teams klein und der Zusammenhalt groß. „Man hat mir viel zugetraut, und ich wusste immer, dass alle hinter mir stehen“, erzählt Lantermann. Wichtig waren ihre Initiative, ihr Engagement und der Spaß an der Arbeit. Dafür wurden auch kleinere „Fauxpas“ mit Humor genommen – wie ihre lockere Ansprache des Weihbischofs, den sie erst im Nachhinein erkannte, oder die unverblümte „Aufklärung“ eines Kunden darüber, dass er für seine verlorenen Kontoauszüge ab sofort Gebühren zu zahlen hätte (was dieser tatsächlich völlig in Ordnung fand).

Der Beginn eines wunderbar bewegten Berufslebens
Nach der Ausbildung blieb Marga Lantermann „ihrer“ Bank treu, wechselte hier allerdings alle drei bis vier Jahre Arbeitsplatz und Aufgaben und entwickelte sich stetig weiter. Nach dem Start als Kundenberaterin in der Vermögensberatung folgte ein Abstecher in den Marktfolgebereich der Abteilung, sie qualifizierte sich zur Betriebswirtin (VWA) und baute im Rechnungswesen den Bereich Controlling auf, kümmerte sich als Vorstandsassistenz um Präsentationen und Reden plus Marketingaufgaben, übernahm die Leitung der Privatkundenabteilung und schließlich des Personalbereichs, wo sie bis heute im Einsatz ist. Langeweile kam da nie auf – und „die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln, gibt es in der BIB heute genauso“, erklärt sie. Es sei sogar ausdrücklich erwünscht.

Eine gute Adresse für Nachwuchskräfte …
… ist die BIB schon deshalb weiterhin – auch wenn die Ausbildung komplexer geworden ist. „Früher konnte man leichter ins Tun kommen, heute gibt es mehr Abteilungen und vor allem deutlich strengere Rahmenbedingungen. Deshalb dürfen Azubis z. B. manche Dinge gar nicht mehr beraten“, so das Resümee der ehemals ersten Auszubildenden. Dennoch ist für sie klar: Wer motiviert ist, hat auch heute viele interessante Möglichkeiten. Und dazu trägt sie selbst aktiv bei. Ihre Devise: „Ein guter Ausbildungsbetrieb sucht die Potenziale, ermutigt, traut zu und unterstützt. Junge Menschen sollten so begleitet werden, dass sie ihren Job gut und mit Freude machen. Wir brauchen und suchen MitarbeiterInnen, die Initiative zeigen – dann müssen wir sie auch machen lassen.“

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