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Eine junge Frau unter einem großen blauen Regenschirm, im Hintergrund ihre Familie

Finanzen für „Mehr-Werte“: Investieren mit Sinn, Struktur und Selbstvertrauen

Es gibt Lebensphasen, in denen vieles gut läuft: Die Kinder sind größer oder auf dem Weg in die Selbstständigkeit, die Partnerschaft ist gefestigt und beruflich besteht finanzielle Stabilität. Am Monatsende bleibt regelmäßig Geld übrig. Kurz gesagt: Jetzt ist die Zeit zum Investieren.

Und doch zeigt sich in der Praxis: Selbst in finanziell komfortablen Situationen beschäftigen sich viele Frauen nicht automatisch mit dem Thema Geldanlage. Häufig bleibt überschüssiges Geld auf dem Tages- oder Girokonto liegen – sicher, aber ohne reale Wertentwicklung.

Dabei bietet gerade diese Lebensphase die Chance, Vermögen aufzubauen, Werte zu verwirklichen und finanzielle Freiheit gezielt zu stärken.

Warum Frauen trotz finanzieller Spielräume oft nicht investieren

Die Gründe dafür sind gut erforscht und haben nicht immer mit mangelnder Fähigkeit zu tun, auch wenn eine Umfrage des Bankenverbands aus 2024 zeigte, dass Frauen über ein geringeres Finanzwissen verfügen. 

Finanzwissen und Selbstvertrauen klaffen auseinander

Studien zeigen: Frauen schätzen ihr Finanzwissen häufig geringer ein, als es tatsächlich ist. Sie antworten öfter mit „Ich weiß es nicht“, obwohl sie die richtige Lösung kennen. Entscheidungen werden dadurch vertagt – gerade beim Thema Investieren. Frauen brauchen hier eher einen Beratungsimpuls. (Bucher-Koenen, Alessie, Lusardie, von Rooij: „Fearless Women: Financial Literacy, Confidence and Stock Market Participation“, 2024)

Finanzwissen wirkt bei Frauen besonders stark

Ein höheres Finanzwissen erhöht nachweislich das Vermögen. Dieser Effekt ist bei Frauen sogar stärker ausgeprägt als bei Männern. Wissen schafft also nicht nur Sicherheit, sondern messbaren Mehrwert. (Bannier, Schwarz: „Gender- and education-related effects of financial literacy and confidence on financial wealth“, 2018)

 

Beratung ist nicht immer fair

Laut einer Studie des Leibnitz-Instituts für Finanzmarktforschung erhalten Frauen in klassischen Beratungsgesprächen häufiger schlechtere Konditionen oder Produktempfehlungen, die nicht optimal zu ihren Zielen passen, etwa aufgrund von Provisionsinteressen.

 

Die Konsequenz: Frauen brauchen nicht „mehr Mut“, sondern faire, transparente Beratung und einen gezielten Impuls, um ins Handeln zu kommen.

Fit in Finanzfragen werden – und die passende Anlagestrategie entwickeln

In dieser Lebenslage geht es nicht um Spekulation, sondern um Struktur, Klarheit und bewusste Entscheidungen. Bevor investiert wird, sollte geprüft werden, ob die finanzielle Basis stimmt.

Wann gilt Geld als „frei verfügbar“?

Geld ist dann für eine gezielte Geldanlage geeignet, wenn:

Illustration einer Person, die Geld in ein Sparschwein wirft, neben einem Kalender

  • alle laufenden Kosten gedeckt sind
  • notwendige Versicherungen beglichen werden können
  • eine Liquiditätsreserve vorhanden ist

Als Richtwert gelten hier etwa drei Netto-Monatsgehälter auf einem Tagesgeldkonto für unvorhergesehene Ausgaben. Zusätzlich sollten geplante größere Anschaffungen oder Urlaube separat angespart werden.

Versicherungen sollten regelmäßig – etwa alle zwei Jahre – überprüft und angepasst werden.

Erst das darüber hinausgehende Kapital eignet sich für einen strukturierten Vermögensaufbau.

Geldanlage

Individuell, verständlich und werteorientiert

Es gibt viele Wege, Geld anzulegen. Und keinen, der für alle gleichermaßen passt. Jede Frau bringt eigene Ziele, Werte und Risikovorstellungen mit.

Typische Fragen in dieser Phase sind

  • Wie sicher oder renditeorientiert möchte ich investieren?
  • Welche Anlageform passt zu meinem Zeithorizont?
  • Welche Branchen oder Geschäftsmodelle möchte ich bewusst ausschließen?
  • Wie kann ich Nachhaltigkeit und ethische Werte berücksichtigen?

Mögliche Anlagebausteine können sein

  • ETF- oder aktiv gemanagte Fonds
  • Einzelaktien
  • Staats- oder Unternehmensanleihen
  • Gemischte Depots mit unterschiedlichen Risikostufen
     

Gerade für Frauen, die bisher wenig Erfahrung mit Geldanlage haben, ist ein persönliches Beratungsgespräch besonders sinnvoll. Es hilft, Möglichkeiten einzuordnen, Risiken realistisch einzuschätzen und Entscheidungen bewusst zu treffen.

Unsere Beratung: spezialisiert auf Frauen und ihre Lebensrealitäten

Unsere Beraterinnen und Berater sind speziell für die Beratung von Frauen geschult. Wir arbeiten:

Illustration einer Person, die auf einen Bildschirm zeigt

  • transparent und unabhängig
  • ohne Provisionsinteressen
  • mit fester Vergütung
  • verständlich und ohne Fachjargon

Nachhaltigkeit und verantwortungsvolle Finanzgeschäfte stehen bei uns dabei im Fokus. Daher vertrauen uns viele Frauen ihre Vermögensplanung an – nicht, um „schnell mehr Geld zu machen“, sondern um langfristig Werte zu schaffen.

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Fazit

Finanzen für „Mehr-Werte“ bedeuten, Geld nicht nur zu vermehren, sondern es bewusst einzusetzen – für Sicherheit, Freiheit und persönliche Überzeugungen. Wer sich informiert, beraten lässt und strukturiert investiert, nutzt diese Lebensphase optimal.